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Pflege, Beruf und gesund bleiben – wie kann das gehen?

Seminarleitung

Alexandra Daldrup

Ort

Dülmen

Termin

8. April - 10. April

Seminarinhalt

  • Überblick über die gesetzliche Unfallversicherung
  • Die Pflegeunfallversicherung
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Audit Beruf und Familie
  • Besondere Problemlage
  • Psychosoziale Aspekte
  • Pflegesensible Unternehmenskultur
  • Stressprävention
  • Individuelles Netzwerk

Zielgruppe

  • Altenpflegerinnen und Altenpfleger
  • Beauftragte der Firmen für Vereinbarkeit Beruf und Pflege
  • Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger
  • Pflegeberaterinnen und Pflegeberater
  • Pflegewissenschaftlerinnen und Pflegewissenschaftler
  • Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter mit längerer Berufserfahrung im Pflegebereich
Beschreibung
Bitte bringen Sie eine Decke/Matte, ein kleines Kissen sowie Sportbekleidung und Sportschuhe mit. Durch die Teilnahme können Fortbildungspunkte für die „Registrierung beruflich Pflegender®“ erworben werden. Die genaue Anzahl entnehmen Sie bitte den Teilnahmebescheinigungen.
Weitere Informationen
Pflege, Beruf und gesund bleiben - wie kann das gehen?
In immer mehr Unternehmen und Behörden liegt das durchschnittliche Alter der Beschäftigten über 40 Jahre. Hier kann man davon ausgehen, dass mindes­tens 10 bis 15% der Beleg­schaft von der Pflege eines Angehörigen betroffen sind und noch ein­mal genauso viele sich mit dem Thema beschäftigen, da sie eine Pflegesituation auf sich zukommen sehen (Zentrum Frau in Beruf und Technik, 2011, Geyer 2015).

An dieser Stelle ist ein Blick auf das Geschlechterverhältnis sehr spannend. Von den erwerbstätigen männlichen pflegenden Angehörigen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren sind 72 Prozent Vollzeit, also 30 Stunden und mehr erwerbstätig. Im Vergleich dazu sind von den weiblichen pflegenden Angehörigen in der gleichen Situation 40 Prozent Vollzeit erwerbstätig (vgl. BMG 2011, S. 30). Unverändert fortgesetzt haben diese Erwerbstätigkeit nur 51 Prozent der pflegenden Angehörigen, die bereits zu Beginn der Pflege erwerbstätig waren (vgl. BMG 2011, S. 30). Die Reduzierung der Arbeitszeit bzw. die Aufgabe der Erwerbstätigkeit kann eine finanzielle Belastung für die Familien bedeuten. Die pflegenden Angehörigen nehmen aus Unkenntnis kaum die Möglichkeiten der Freistellung durch das Pflegezeitgesetz und das Familienpflegezeitgesetz in Anspruch (vgl. BMG 2011. S.31ff.). Aus der Doppelbelastung bestehend aus Pflege und Beruf können körperliche und psychische Erkrankungen entstehen. Dadurch kommt es wiederum zu erhöhten Fehlzeiten, Krankschreibungen und in vielen Fällen zur (vorübergehenden) Berufsaufgabe. Um das zu verhindern, müssen der Alltag und die Arbeitszeiten so aufeinander abgestimmt sein, dass Erwerbstätigkeit und Pflege gleichzeitig möglich sind. Darüber hinaus muss die soziale und gesellschaftliche Teilhabe und vor allem der Erhalt sowie die Wiederherstellung der Gesundheit von Anfang an eine angemessene Berücksichtigung finden.