Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Demenz – Schwerpunkt Pflegende Angehörige

Seminarleitung

Alexandra Daldrup

Ort

Münster

Termin

17. Juni - 19. Juni

Seminarinhalt

  • Überblick über die gesetzliche Unfallversicherung und Handlungsfelder der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen
  • Die Pflegeunfallversicherung
  • Demenz verstehen
  • Umgang mit dementiell veränderten Menschen
  • Sounder Sleep System TM (Methode zum Ein- und Durchschlafen sowie zur Stressbewältigung)
  • Entlastungsangebote
  • Validation: Lebensgestaltung, Biographiearbeit, Beschäftigung in der häuslichen Umgebung
  • Feldenkrais-Methode: Bewusstheit durch Bewegung
  • Umgang mit schwierigen Situationen
  • Selbstsorge
  • Mein individuelles Netzwerk

Zielgruppe

  • Pflegefachkräfte aus Alten- und Krankenpflege, die Kurse für pflegende Angehörige leiten und/oder in der Pflegeberatung tätig sind
  • Pflegefachberaterinnen und Pflegefachberater, Pflegekräfte der Pflegekassen und alle, die in der Angehörigenpflege tätig sind
  • Medizinische Fachangestellte aus Arztpraxen
  • Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen aus Pflegeberatungsbüros und Pflegestützpunkte
Beschreibung
Bitte bringen Sie zwei Decken und ein kleines Kissen mit.Durch die Teilnahme können Fortbildungspunkte für die „Registrierung beruflich Pflegender®“ erworben werden. Die genaue Anzahl entnehmen Sie bitte den Teilnahmebescheinigungen.

Weitere Informationen
Demenz – Schwerpunkt Pflegende Angehörige
Demenzen gehören zu den häufigsten und folgenreichsten psychiatrischen Erkrankungen im höheren Alter.

Fast die Hälfte der Pflegebedürftigen in Privathaushalten haben eine dementielle Erkrankung, wobei mit zunehmendem Pflegegrad der Anteil stark ansteigt.

Einen demenzerkrankten Angehörigen zu pflegen, stellt eine besondere Herausforderung dar. Neben der körperlichen Pflege ist das Verstehen der Demenz, welche mit einer Veränderung der Persönlichkeit des Betroffenen einhergeht, sehr schwierig für pflegende Angehörige zu bewältigen. Das langsame Loslassen vom vertrauten Bild des Angehörigen und das herausfordernde Verhalten fällt vielen nicht leicht.

Das Leben mit Demenz ist für Kranke und pflegende Angehörige anstrengend. Da Menschen mit Demenz lange Zeit zu Hause leben, sind pflegende Angehörige oft über Monate und Jahre stark gefor­dert. Vielfach pflegen Angehörige Tag für Tag ihre demenzkranke Mutter oder Ehefrau, den demenzkranken Vater oder Ehemann. Was zu Beginn der Krankheit vielleicht noch gut gelingt, wird mit der Zeit durch das chronische Fortschreiten der Krankheit zu einer immer größeren Aufgabe.

Eine Demenzerkrankung kann viele unterschiedliche Verhaltensweisen, die den pflegenden Angehörigen herausfordern, hervorrufen. Bei dem erkrankten Mensch verändert sich im Verlauf der Krankheit die Gemütsverfassung und somit auch sein Verhalten.

Zum Beispiel : wütendes, eigenwilliges, zorniges und uneinsichtiges Verhalten.

Der Betroffene kann sich unerwartet über gewöhnliche Dinge aufregen. Dies äußert sich dann in abwehrendem Verhalten, verärgerten Reaktionen oder störrischen Verweigerungen. Manchmal fallen die Reaktionen auch heftiger aus.

In selteneren Fällen kommt es zu körperlicher Gewalt; Betroffene beißen, schlagen oder werfen mit Gegenständen um sich. Aber nicht alle Menschen mit Demenz entwickeln aggressives Verhalten. Zwar sind diese Verhaltensweisen in der Demenz begründet, doch sind sie oft auch auf andere Ursachen zurückzuführen. Hier muss versucht werden, die Auslöser zu erkennen, indem man die Lebensgeschichte (Biographie) des demenzerkrankten Menschen näher anschaut und nach sogenannten Schlüsselreizen sucht. Es gibt eine Vielzahl von herausfordernden Verhaltensweisen und es gibt viele Möglichkeiten sie zu mildern, zu verhindern oder erst gar nicht aufkommen zu lassen. Deshalb soll ein Schwerpunktthema im Demenz-Seminar der Umgang mit herausforderndem Verhalten sein.