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Familienmoderation/ Konfliktmoderation im Rahmen von Pflegebedürftigkeit

Seminarleitung

Alexandra Daldrup

Ort

Münster

Termin

8. Juli

Seminarinhalt

  • Überblick über die gesetzliche Unfallversicherung und
    Handlungsfelder der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen
  • Die Pflegeunfallversicherung
  • Wie funktionieren Familien?
  • Elemente eines Familiengesprächs
  • Systemische Instrumente
  • Die Rolle von Beratenden in der Familie

Zielgruppe

  • Altenpflegerinnen und Altenpfleger
  • Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger
  • Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter mit längerer Berufserfahrung im Pflegebereich

Hinweise/Bemerkungen

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt.

Das Seminar besteht aus drei Teilen, die nicht einzeln besucht werden können. Die Teilnahme setzt eine schriftliche Bewerbung voraus, in der dargelegt werden muss, inwieweit Inhalte des Seminars im beruflichen Alltag angewendet werden können. Zur Bewerbung gehört auch ein Nachweis über die Teilnahme an Kommunikations- und Gesprächsführungsseminaren.

Bitte melden Sie sich bis 12 Wochen vor dem ersten Termin an.
Durch die Teilnahme können Fortbildungspunkte für die „Registrierung beruflich Pflegender®“ erworben werden.

Der dritte Teil des Seminars sowie der Erfahrungsaustausch finden im Jahr 2020 statt.

Weitere Informationen
Familienmoderation/ Konfliktmoderation im Rahmen von Pflegebedürftigkeit
Die Pflegesituationen in häuslichen Settings sind vielschichtig. Sie bestehen nicht aus dem Pflegebedürftigen und dem pflegenden Angehörigen in einem „luftleeren Raum“, sondern vielfältige Faktoren und Personen nehmen Einfluss. In den letzten Jahrzehnten kamen etliche Forschungsbemühungen zu dem Schluss, dass pflegende Angehörige zahlreichen Belastungen ausgesetzt sind. Der Gesundheitsschutz pflegender Angehöriger wurde daraufhin in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt. Wenig Beachtung fanden allerdings bisher familiäre Konflikte, die in Pflegesituationen eine Rolle spielen. Diese nehmen jedoch einen großen Einfluss auf eine adäquate Regelung des Versorgungssettings und somit auf die Belastung pflegender Angehöriger. Beispielsweise „rutscht“ häufig ein Familienangehöriger, zumeist Ehefrauen und (Schwieger-) Töchter in die Situation hinein und wird zur Hauptpflegeperson, ohne sich dafür bewusst entschieden zu haben und ohne, dass andere Möglichkeiten ausgelotet wurden. Es wird ein Angehöriger über die Massen belastet, anstatt die Verantwortlichkeiten auf mehrere Familienmitglieder zu verteilen. Zudem können alte Konflikte aufbrechen, beispielsweise unter Geschwistern wenn ein Elternteil pflegebedürftig wird.

Professionell Pflegende werden in verschiedenster Weise, vor allem auch in der Beratung und dem Entlassungsmanagement, mit familiären Konflikten konfrontiert. Bisher gab es jedoch keine Qualifizierungsmaßnahme, die Pflegende zur Lösung solcher Konflikte schulte.
Auf der anderen Seite hatten dadurch bedingt pflegende Angehörige bisher nicht die Möglichkeit bei familiären Konflikten im Rahmen von Pflegebedürftigkeit adäquate Angebote in Anspruch zu nehmen, da es lediglich Angebote pflegeferner Anbieter gab, beispielsweise ProFamilia oder (Alters) Mediatoren. Mit diesem Seminar soll nun diese Lücke geschlossen werden.