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„Schweigen hilft nicht“ – Kriegstraumata bei pflegenden Angehörigen

Seminarleitung

Alexandra Daldrup

Ort

Dülmen

Termin

1. Juli - 3. Juli
Seminarinhalt

  • Überblick über die gesetzliche Unfallversicherung und Handlungsfelder der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen
  • Die Pflegeunfallversicherung
  • Kriegstraumata
    • Typische traumatische Erfahrungen der heutigen älteren Generation
    • Auswirkungen von Traumata und Trigger erkennen und adäquat berücksichtigen
    • Eine verständnisvolle Grundhaltung entwickeln
    • Handlungsstrategien für den Arbeitsalltag für pflegende Angehörige
    • Feldenkrais-Methode: Bewusstheit durch Bewegung
    • Sounder Sleep System TM (Methode zum Ein- und Durchschlafen sowie zur Stressbewältigung)
  • Gewaltschutz in der häuslichen Pflege
    • Analyse von aggressionsauslösenden und -fördernden Situationen
    • Reaktionen und Verhalten auf beobachtete Gewalt von pflegenden Angehörigen und den pflegebedürftigen Menschen
    • Bewältigungsstrategien
    • Wie könnte ein Konzept aussehen (Maßnahmen zur Gewaltprävention)?

Zielgruppe

  • Altenpflegerinnen und Altenpfleger
  • Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger
  • Pflegeberaterinnen und Pflegeberater
  • Pflegewissenschaftlerinnen und Pflegewissenschaftler
  • Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter mit längerer Berufserfahrung im Pflegebereich
Beschreibung
Alle Personen müssen im direkten Kontakt mit pflegenden Angehörigen stehen. Bitte bringen Sie zwei Decken und ein kleines Kissen mit.
Weitere Informationen
„Schweigen hilft nicht“ – Kriegstraumata bei pflegenden Angehörigen
Bis zu zwei Drittel der alten Menschen, die den 2. Weltkrieg miterlebt haben, sind durch diese Erfahrungen traumatisiert worden. Jahrzehntelang haben die meisten die schlimmen Erfahrungen verdrängt oder nur halbwegs kontrolliert. Doch mit nachlassender Kraft werden die Traumafolgen stärker und bestimmen Verhalten und Gefühle.

Diese Kriegserlebnisse und die durch sie verursachten Traumata hinterlassen oft über Generationen Spuren in Familien, ohne dass die Betroffenen dies realisieren oder konkret benennen können. Pflegende Angehörige sind in der Regel Kriegskinder und Kriegsenkel. Die Folgen der von den Eltern oder Großeltern »vererbten« Traumata belasten den Alltag der pflegenden Angehörigen – unbegründete Ängste, nicht zu erklärende Einsamkeitsgefühle, quälendes Gefühl der Liebesunfähigkeit oder übermäßiger Leistungsdruck. Das Seminar soll Multiplikatoren die Auswirkungen und Folgen aufzeigen und helfen, Angehörigen den Schritt beiseite aus der Weitergabe von Kriegstraumata zu wagen.