Handlungshilfe für pflegende Angehörige während der Coronapandemie

Handlungshilfe für pflegende Angehörige während der Coronapandemie

Was ist präventiv zu beachten?

Die Corona-Pandemie beeinflusst nahezu jeden Lebensbereich und somit auch die häusliche Pflegesituation.

Sie pflegen einen Angehörigen, dann gehören Sie aktuell zu den ca. 4,7 Millionen pflegenden Angehörigen in Deutschland.

Damit sichern Sie die Versorgung von 2,9 Millionen (Quelle: Statistisches Bundesamt 2020) pflegebedürftigen Menschen, die zuhause versorgt werden und unterstützen die Gruppe der professionell Pflegenden.

Das hat Wertschätzung verdient!

Als Ihr starker Partner in Sachen Unfallversicherungsschutz stehen wir Ihnen zur Seite und haben Informationen zu Corona zusammengestellt, die Sie und Ihren Angehörigen in dieser schweren Zeit unterstützen und schützen sollen.

Unser Anliegen ist es, dass Sie beim Pflegen gesund bleiben und gut durch diese besondere Zeit kommen.

Das alles ist nicht leicht, aber nötig, um sich nicht anzustecken!

Erhalten Sie Ihre Kontakte

Über Video-, Text- und Sprachnachrichten, indem Sie z. B. Handys/Tablets nutzen.

Sie können weiterhin Außenbereiche, Balkone und Gärten zum Rausgehen nutzen. Führen Sie Gespräche über Ihren Gartenzaun, immer mit genügend Abstand, oder von Fenster zu Fenster in der Nachbarschaft.

Durch die Corona Pandemie haben sich vielerorts ehrenamtliche Initiativen zur Unterstützung wie z. B. Einkäufe erledigen, gebildet. Nutzen Sie diese nicht nur dafür, sondern auch, um ein kurzes Gespräch zu führen.

Achten Sie auf sich!

Aufgrund von Corona kann es zu Engpässen bei den Pflegediensten kommen und der Pflegedienst kann dadurch nicht wie in gewohnter Weise die Pflege des erkrankten Menschen übernehmen. Es kann aber auch sein, dass der pflegende Angehörige selbst krank wird und ebenso die Pflege für eine gewisse Zeit nicht mehr durchführen kann.

Für beide Situationen ist es wichtig, sich im Vorfeld folgende Gedanken zu machen: Wer wird zur Unterstützung eingebunden und wen kann man im Notfall anrufen?

Um bei diesen Fragen Hilfestellung zu geben, weisen wir an dieser Stelle auf das „Netzwerk für die häusliche Pflege“ und das „Netzwerk für den Notfall“ hin.

Wenn es Ihnen schlecht geht, dann suchen Sie Hilfe:

  • Hausärzte
  • Ambulanzen der Kliniken
  • psychosoziale Beratungsstellen in Ihrer Stadt oder Region
  • psychologische Beratung in Coronazeiten

Psychologische Gespräche anbieten, organisieren z. B. BDP-Corona-Hotline: Psychologische Beratung in Corona-Krisenzeiten. Die Hotline des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen ist täglich von 08:00 bis 20.00 Uhr geschaltet (Tel.: 0800 777 22 44).

Das Silbertelefon ist ein Gesprächsangebot für einsame ältere Menschen.
Täglich von 8 bis 22 Uhr kann die Telefonnummer 0800 4 70 80 90 zum „einfach mal reden“ anonym, vertraulich und kostenfrei und deutschlandweit angerufen werden. Weitere Informationen zu diesem Angebot finden Sie unter: https://www.silbernetz.org

Weitere Tipps und Hilfestellung für pflegende Angehörige zum Schutz vor dem Corona-Virus:
Schutzmaßmaßnahmen

Umorganisation der Pflege

www.bmfsfj.de (Stichwort: Akuthilfe für pflegende Ange­hörige beschlossen)

www.rki.de (Stichwort: Coronavirus Risikogruppen)

www.rki.de (Stichwort: Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARSCoV-2)

www.infektionsschutz.de (Stichwort: Tragen von Mund- Nasen-Bedeckungen)

www.pflege-praevention.de/corona-schutz-angehoerige/

www.bafza.de/programme-und-foerderungen/familien­pflegezeit/

www.gkv-spitzenverband.de (Stichwort: Erläuterungen zum Pflegerettungsschirm)